Eine Domain hat nur dann einen Sinn, wenn sie auch das passende Zuhause hat. Es gibt zahlreiche Hostinganbieter auf dem Markt und ebenso viele gute Gründe, diesen zu wechseln.

Ob aus preislichen Gründen oder einem leistungsstärkeren Portfolio – wenn ein Domaintransfer ansteht, stellen sich viele Menschen die Frage, wie das eigentlich funktioniert. Wir verraten Ihnen, was zu beachten ist, wenn Sie Ihrer Domain ein neues Zuhause geben möchten.

Die Domain-Registrierung ist schnell erfolgt – was kommt danach?

Die Wunschdomain zu registrieren dauert nicht lange (Verfügbarkeit vorausgesetzt) und kostet (je nach Domain) auch nicht viel Geld. Viele Firmen besitzen jedoch nicht nur eine Domain, sondern registrieren gleich noch weitere Namen (z.B. Vertipper oder Abwandlungen des Firmennamens). Je stärker die Domain genutzt wird, desto höher sind die Ansprüche an den Hoster.

Sobald es hier Unzufriedenheiten gibt, wird der Gedanke an einen Domainumzug laut. Bis heute glauben einige Menschen, dass sie ihre Domain nicht mit zu einem anderen Hoster nehmen können, das ist aber schlichtweg falsch. Die Domain ist ungebunden, sie kann dort gehostet werden, wo Sie einen entsprechenden Vertrag abschließen.

Ein Domaintransfer ist bei Weitem nicht so schwierig wie befürchtet und dauert oft nur kurze Zeit. Aber nun zur Praxis – die nachfolgenden Schritte zeigen Ihnen, wie schnell die Domain von A nach B umgezogen ist.

Schritt 1: Den Transfercode erhalten

Um eine einzelne Domain zu transferieren, benötigen Sie den Transfercode. Diesen erhalten Sie in der Regel im Benutzerportal Ihres Hostinganbieters. Falls Sie dort nicht fündig werden, fragen Sie den Support Ihres Providers an, dort wird Ihnen schnell geholfen.

Schritt 2: Beim neuen Hoster andocken

Die meisten Hoster verfügen über eine sogenannte Transferseite, wo Sie die nächsten Schritte durchführen können. Suchen Sie dort im Suchfeld nach Ihrer Domain. Ihnen wird angezeigt, dass diese bereits belegt ist (Sie sind der Besitzer). Nun können Sie per Mausklick auswählen, dass die Domain zum neuen Hoster transferiert wird.

Schritt 3: Geben Sie den Transfercode ein

In der Regel werden Sie jetzt nach dem Transfercode gefragt, den Sie von Ihrem vorherigen Anbieter erhalten haben. Geben Sie diesen ein und bestätigen Sie den Wunsch nach dem Umzug. Jetzt wird Ihre Domain zum neuen Provider transferiert und kann von Ihnen weiterhin genutzt werden.

Tipp: Denken Sie daran, dass eventuelle Schutzmaßnahmen wie Domain Shield etc. beim neuen Hostinganbieter noch nicht aktiviert sind. Um das Schutzniveau aufrecht zu erhalten, müssen Sie eventuell Zusatzleistungen buchen.

Große Mengen an Domains umziehen – funktioniert das auch so einfach?

Unternehmen und Privatpersonen haben meist eine überschaubare Anzahl an Domains, deren Transfer sie selbstständig durchführen können. Was aber ist, wenn Hunderte Domains gleichzeitig auf Umzugsreise gehen sollen? In diesem Fall lohnt sich die Beratung durch einen Hosting-Anbieter, denn diese unterstützen und begleiten den Transfer.

Es wird ein Migrationsplan erstellt, wobei es manchmal nötig ist, die Domainpakete zu trennen. Das passiert regelmäßig, wenn mehr als 100 verschiedene Domains gleichzeitig umziehen sollen.

Der neue Hostinganbieter kümmert sich in der Regel um die Einrichtung der DNS-Zonen und Redirects, sodass alles vorbereitet für die Ankunft der neuen Domains ist. Unterstützung gibt es auch bei der Deaktivierung des TransferLocks, falls dieses noch aktiv ist.

Der alte Anbieter stellt dem neuen Hoster für jede Domain den passenden Transfercode zur Verfügung, sodass der Umzug beginnen kann. Unterhalten Sie kritische Domains, stimmen Sie die Sicherheitsmaßnahmen genau mit dem neuen Hoster ab.

Was passiert mit Kunden beim Umzug einer Domain?

In den meisten Fällen funktioniert der Domainumzug reibungslos und Ihre Website ist während der ganzen Transferphase weiterhin erreichbar. Kritische Domains sind anfälliger für kurzfristige Fehler, der neue Hostinganbieter sollte darauf aber innerhalb kürzester Zeit reagieren können. Die ersten 48 Stunden nach Umzugsbeginn sind am kritischsten.

Während dieser Zeit geben Suchmaschinen wie Google oft noch den vorherigen Nameserver des Ex-Providers aus. Die dort geltenden DNS-Zonen bleiben solange aufrecht erhalten, bis der Umzug vollständig geglückt ist. Sie müssen sich folglich keine Sorgen machen, dass Ihre Websitebesucher plötzlich auf einer 404-Seite oder im Nirvana des Internets landen.

Fazit: Domainumzüge sind auch bei großen Portfolios leicht zu managen

Do-it-yourself oder Umzug mit Manager? Das ist die größte Frage, die Sie sich vor dem Transfer stellen sollten. Ein bisschen ist es wie beim Wohnungswechsel, denn auch hier übernehmen Umzugshelfer gern die Arbeit für Sie.

Für Unternehmen und besondere Domains lohnt es sich, einen Management-Service in Anspruch zu nehmen. Auf diese Weise reduzieren Sie potenzielle Gefahren und Ausfallzeiten, die Ihre Domain kurzfristig unerreichbar erscheinen lassen. Handelt es sich um eine private, einzelne URL, ist ein Umzug oft auch eigenhändig über den Kundenbereich des Hosters möglich.

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